Wenn der Nachwuchs krabbelt und die ersten Schritte tut, beginnt für die Eltern eine anstrengende Zeit: Die Welt steht dem Kind vollkommen offen! Es möchte alle Hürden selbst entdecken, zu welchen auch die Treppe gehört.

Wie alles mit dem Treppensteigen beginnt

Wichtig ist, dass die Eltern ihre Kinder bei der Neugier unterstützen und selbstständige Versuche in abgesicherter Umgebung zulassen. Auf diese Weise lernen die Kinder zunächst von den Eltern, wie die Gefahrenzonen bewältigt werden können.

Die besten Mittel, um das Treppensteigen zu lernen, sind, den Entdeckergeist zu fördern, das Selbstvertrauen zu stärken, Fragen zu beantworten und die Koordination gut zu üben.

Motorisch begabte Kinder schaffen es früher, die Stufen auf und ab zu steigen, sogar ohne Training. Einige steigen Treppen im Alter von etwas mehr als einem Jahr hoch und rutschen auf dem Popo wieder herunter. Die Entwicklung kann also sehr unterschiedlich verlaufen.

Das Durchschnittsalter für selbstständiges Treppen steigen

Bis ein Kind die Stufen sicher bewältigt, sollte das Treppensteigen stets unter Aufsicht von Erwachsenen stattfinden. Ungefähr 3 Jahre warten Eltern im Durchschnitt, bis der Nachwuchs sicher auf den Treppen ist und sich nicht mehr festhalten muss.

Mit spätestens 3,5 Jahren kann der Großteil der Kinder diese Hürde mühelos meistern. Es folgen konkrete Tipps, wie Eltern bei diesem Lernprozess behilflich sein können.

Hindernisse beseitigen und Stufen hochsteigen

Den ersten Versuch begleitet Mami natürlich höchstpersönlich. Zunächst müssen alle Hindernisse aus dem Weg, durch die das Kind stolpern oder ausrutschen könnte. Dazu zählen beispielsweise Spielzeug oder Teppiche.

Söckchen mit Gumminoppen sind zudem eine großartige Unterstützung für die ersten Versuche.

Damit der Nachwuchs sich an die Treppe gewöhnt, sollte es zunächst das Hochsteigen üben. Mama stellt sich währenddessen dahinter und fängt es auf, falls etwas schiefgeht.

Es ist außerdem möglich, die Beinchen des Kindes mit den Händen anzuleiten.

Sofern die Koordinationsübungen an mehreren Tagen hintereinander stattfinden, gewinnt das Kind in kurzer Zeit an Selbstvertrauen, was den Prozess auf lange Sicht beschleunigen kann.

Rückwärts die Treppe heruntersteigen

Das Hinabsteigen der Treppe können Kleinkinder und Babys am Anfang rückwärts üben. Hierzu stellt sich Mama einfach hinter das Kind und hilft ihm, damit es auch die nächstgelegene Stufe erreicht. Ebenso kann sich das Kleinkind hinknien und sich an der jeweils oberen Stufe mit den Händen festhalten.

Je nach Entwicklungsstand ist es auch möglich, dass sich der Nachwuchs mit den Händen abstützt. Ideal dafür ist ein Treppengelände in Kinderhöhe oder ein stabiles Treppenschutzgitter ohne Schwelle und Stolpergefahr. Die beste Möglichkeit jedoch, den Lernprozess voranzutreiben, ist eine gute Motivation. Hierzu kann einfach ein Spielzeug auf den oberen Stufen versteckt werden, wodurch die Treppe zur Schatzleiter wird. Alternativ können passende Reime jede Stufe in ein spannendes Spiel verwandeln. Für die Eltern ist es an dieser Stelle besonders wichtig, zu vertrauen. Immer wieder gibt es Horrorgeschichten von schlimmen Stürzen auf den Stufen, sodass Eltern ihre Kinder gar nicht erst loslassen. Das ist zwar verständlich. Doch andererseits liegt genau hierin ein Teil des Elternseins. Schließlich sollen die Kinder irgendwann fest auf den eigenen Beinen stehen, nicht nur auf der Treppe, sondern auch im Leben.