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Hilft Sport bei Neurologischen Erkrankungen?

Sport bei neurologischen Erkrankungen

Sport und Bewegungstherapie hilft definitiv bei neurologischen Erkrankungen. Er kann präventiv, also vorbeugend oder als Therapie angewendet werden. Allgemeine neurologische Erkrankungen sind zum Beispiel Parkinson, Demenz, Schlaganfall und Multiple Sklerose (MS). Bei Kopfschmerzen und eingeklemmten Nerven denkt man nicht sofort an ein neurologisches Problem, es fällt aber auch unter diese Erkrankungen.

Diese Therapie steckt praktisch noch in den Kinderschuhen, wird also bei uns noch nicht so viel Beachtung geschenkt. Es gibt aber Studien die belegen das Sport von großem nutzen für die Patienten ist.

Sport als Prophylaxe für neurologische Erkrankungen

Herzkreislauferkrankungen sind eine der häufigsten Volkskrankheiten. Diese Krankheiten entstehen oft aus einer ungesunden Lebensweise heraus. Es kombiniert sich ungesundes Essen, Stress und Bewegungsmangel. Eine gesunde Lebensweise ist ohne Zweifel wichtig, den aus einer Herzkreislauferkrankung kann eine neurologische Erkrankung entstehen, wie zum Beispiel ein Schlaganfall. Bewegung vermindert auch Stress.

Alles in allem ist Sport immer eine Prävention gegen neurologische und andere Erkrankungen. Es senkt maßgeblich das Risiko zu erkranken. Bewegung trainiert den Gleichgewichtssinn und die Muskelkraft und dient so als eine gute Sturzprophylaxe. Davon profitieren Menschen allen Alters nicht nur ältere Menschen.

Sport senkt das Risiko folgender Symptome und Erkrankungen:

  • Demenz um 26%
  • Parkinson um 30%
  • Schlaganfall um 25%
  • Hirnblutung 16-45%
  • Hirninfarkt um24%

Therapie von neurologischen Erkrankungen durch Sport und Bewegung

Bei einer neurologischen Erkrankung kommen in erster Linie Medikamente zum Einsatz. Bei bestimmten Erkrankungen, bei denen der Patient, nicht laufen und stehen kann, ist Sitzsport gut geeignet. Zum Beispiel gibt es Seniorensportgruppen die Sitzyoga anbieten.

Bei allen Erkrankungen im neurologischen Bereich fördert Bewegung die Selbständigkeit. Beim Schmerzsyndrom, das auch eine neurologische Ursache hat ist Sport eine wichtige Therapiemöglichkeit.

Im allgemeinen erhöht Bewegung und Sport die Lebenserwartung. Es wird empfohlen 3 mal wöchentlich 30 bis 45 Minuten Ausdauersport und 2 mal Krafttraining zu machen.

Aber auch im Alltag kann man bei normalen Tätigkeiten Bewegung einbauen. Sport fördert die Eigenverantwortung für die Gesundheit, das Selbstvertrauen und die psychische und soziale Belastbarkeit. Damit kann die Krankheit besser bewältigt werden. Körperliche Funktionen werden beibehalten oder sogar verbessert.

Vor allem Sport in der Gruppe fördert die Patienten bei Bewegung.-und Spracherhalt. Er ist wichtig für den Gleichgewichtssinn, die Sinneswahrnehmung und die Konzentration. Er erhält die Kontaktfähigkeit, man kommt mit anderen Menschen in Kontakt, die die gleichen Beschwerden haben. Man nimmt am gesellschaftlichen Leben teil. Die Lebensqualität bessert sich wieder.

Bei Schlaganfallpatienten oder bei Menschen mit Lähmungen, ist das Ziel dem Muskelabbau entgegenzuwirken und die Beschwerden zu verbessern. Es gibt die Hoffnung wenn die Lähmungen nicht irreversibel sind das sie geheilt werden können. Therapiemöglichkeiten gibt es viele auf dem Laufband, im Wasser, beim Physiotherapeuten.

Wer sich bewegt ist aktiver am Leben beteiligt und auch psychisch stabiler, die Menschen sind mehr draußen in der Natur, dies regt auch unser Gehirn an. Man bekommt andere Sinneseindrücke, all das wirkt der Entstehung von neurologischen Erkrankungen entgegen.

In jedem Fall, egal ob zur Prophylaxe oder Therapie, ist Sport bei neurologischen Erkrankungen eine sehr gute Unterstützung. Aber auch wenn man noch gesund ist und keine gesundheitlichen probleme hat, kann man seinem Körper nichts besseres tun, als ihn zu bewegen und damit eine Grundlage zu schaffen. Es sollte eigentlich zu unserem täglichen Leben gehören das wir uns bewegen. Am besten ist es, wenn wir damit aufwachsen und uns schon in der Kindheit damit anfreunden können.

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